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Terrassenzimmer restauriert
Bauarbeiten im Rittergut
Endschütz
Von Katja Schmnidtke, 2010
Endschütz. „Eigentlich
hatten wir den ganzen Winter nur mit Heizen zu tun“, fasst Susann
Schmidt die vergangenen Monate zusammen. Das Endschützer Rittergut ist
beim Frost dieses Winters stark ausgekühlt, Wasserleitungen sind jedoch
glücklicherweise nicht eingefroren.
Teils habe man die Räume aber nur auf zehn Grad erwärmen können.
Trotzdem hat die Rittergutsbesitzerin in diesem Winter wieder eine
Baustelle abschließen können.
Das Terrassenzimmer im Obergeschoss des Herrenhauses ist saniert worden.
Zwei Monate lang haben zwei Beschäftigte der Gesellschaft für Arbeit-
und Wirtschaftsförderung (GFAW) und Maria Florenz, die im Rittergut ihr
freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, an Decke, Wänden und Boden
gearbeitet. Unterstützung hat sich der Verein von Elektrikern,
Zimmerleuten und Malern geholt. Eng sei auch die Zusammenarbeit mit der
Denkmalpflege.
„Die Kabel hingen lose von der Decke, der Raum war nass“, schildert
Schmidt, warum sie sich auf der großen Baustelle Rittergut ausgerechnet
das Terrassenzimmer vorgenommen hat. Bestärkt in dieser Entscheidung
habe sie auch das Büro für Bauforschung in Silbitz, mit dem Schmidt seit
Jahren zusammenarbeitet. Sie legen ebenso wie die Bauherrin Wert auf
biologische Materialien. „die Wände haben wir mit Kalkputz und Kalkfarbe
bearbeitet“, lobt Schmidt die Arbeit von Ronald Hempel. Für die
Stuckarbeiten - Putten und Mohn deuten auf die frühere Nutzung als
Schlafzimmer hin - bekam sie eine Förderung. Die Arbeitskraft von
Sylvia Weihrauch und Marco Thiele von der GFAW ist aus Mitteln des
Europäischen Sozialfonds finanziert worden. Alle übrigen Arbeiten und
Materialien hat die Bauherrin selbst bezahlt.
Viel zu tun gab es auch am Fußboden. Wegen einer undichten Tür zur
Terrasse waren über die Jahre Schnee und Wasser in das Zimmer gelaufen.
Die nässe hatte Fäulnisschäden hinterlassen. Die Planken sind abgenommen
und die darunterliegenden Balken begutachtet worden. Sie wurden nun
erneuert. „Wir haben damit den Schaden behoben, aber nicht die Ursache“,
ist sich Schmidt bewusst, dass in Zukunft Terrasse und Tür ausgebessert
werden müssen. Damit bis dahin so wenig Nässe wie möglich eindringt,
soll zumindest im Winter regelmäßig Schnee auf dem Balkon geschippt
werden.
Außerdem wurde kürzlich noch ein Schornsteinkopf ausgebessert. Dafür gab
es finanzielle Unterstützung vom Denkmalschutz. Das Terrassenzimmer aber
sei die größte und schwierigste Baustelle in diesem Winter gewesen, so
Schmidt. Was sie als nächstes anpackt, das sei noch nicht klar, sagt
sie.

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Zeitungsartikel zum Weihnachtsmarkt 2008
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Dem ehemaligen Rittergut wird wieder Leben eingehaucht
über 650 Besucher zum Sommerfest im
Endschützer Rittergut
von Volkmar Fischer
Endschütz
Die Besucher des 2. Sommerfestes im Rittergut Endschütz am vergangenen
Sonnabend und Sonntag hatten das Gefühl, in einem Garten Eden zu
lustwandeln. Man konnte im Café im Grünen -mit einem Klavier auf der
Wiese-, am runden Blumenbeet oder beim Spaziergang durch den
herrschaftlichen Gutspark ins Mariental und zum Fuchsbach die Seele
baumeln lassen und Natur pur genießen. Im Mariental können sich die
Spaziergänger und Wanderer über eine neue Holzbrücke freuen, die
Gärtnermeister Andreas Ham, Mitglied des Vereins Rittergut Endschütz
e.V. fachmännisch gezimmert hat. Wie für alle acht Vereinsmitglieder ist
es auch für ihn Ehrensache, in Feierabendtätigkeit das Seinige zu tun,
um das ehemalige Rittergut als Kulturdenkmal zu erhalten und ihm wieder
Leben einzuhauchen. Und dabei werden sie von vielen Förderern und
Sponsoren aus den Freundes- und Bekanntenkreis unterstützt, denen eben
falls daran gelegen ist, das Rittergut aus dem Dornröschenschlaf zu
erwecken, wie die „Herrin vom Rittergut Endschütz“ Susann Schmidt, auch
während der Vorbereitung und Durchführung der beiden Festtage am
Wochenende voller Freude und Genugtuung feststellen konnte.

( Quelle OTZ 29.04.2004)
Langsam und Schritt für
Schritt Geschichte freilegen
Endschütz. „Ich bin Gast in diesem Haus und nachfolgende Generationen werden die
gleiche Freude und Arbeit am Rittergut haben - es ist ein Stück Geschichte",
sagt Susann Schmidt und freut sich über den Baulärm im Endschützer Rittergut.
Seit letztem Jahr ist sie Eigentümerin des drei Hektar großen Geländes samt
heruntergekommenem Herrenhaus und Nebengebäuden. Und nachdem sie monatelang
allein und mit Freunden in Hof und Haus geschuftet hatte, ist nun Verstärkung am
Werke.
„Zwei Helfer auf Basis von Ein-Euro-Jobs des naterger-Vereins reißen die
Zwischenwände ein, die nicht ursprünglich in das 200 Jahre alte Haus gehören",
erklärt die Wahl-Endschützerin. Dabei fördern sie erstaunliches zutage. Offenbar
sei das ehemalige Speisezimmer viel größer gewesen als angenommen, verweist
Peter Röhlig auf die Strukturen bei der Freilegung des Holzbodens. Die Hilfe der
Bauarbeiter war lang ersehnt. Förderung gab es sonst nicht. Die Floristin steckt
jeden Cent in die Restaurierung des Rittergutes, dem sie sich mit Haut und
Haaren verschrieben hat. Ein Fass ohne Boden. Finanzspritzen von Sponsoren oder
staatlichen Stellen fehlen und allein mit der Unterstützung durch die
Mitstreiter des Rittergut Endschütz e.V. geht die Arbeit nur langsam voran.
Dennoch. Die Bilanz für das letzte Jahr kann sich sehen lassen. Inzwischen ist
der Ausstellungsraum im Erdgeschoss samt großem Kamin freigelegt, hergerichtet
und auch schon für eine kleine Ausstellung genutzt worden. „Das Haus soll einmal
Begegnungsstätte sein", betont Vereinsvorsitzende Susann Schmidt ihr
uneigennütziges Ziel. Daneben betreibt sie in zwei Räumen eine kleine
Floristenwerkstatt, die sich der Blumen und Kräuter im Garten und umliegendem
Park bedienen soll. Aber auch dort ist noch viel zu tun.
Derzeit arbeite sie mit Freunden an der Säuberung des Teiches. Jahrelang sei
nicht entschlämmt worden. Nun stehen zwei Förderbänder und helfen beim Transport
des Schlammholzes. Die Mauer zum Teich ist mit Originalsteinen aufgebaut worden.
Für den letzten Weihnachtsmarkt konnte die Tenne in der Scheune hergerichtet
werden. Wie eine gemütliche Gaststube wirkt der Raum unter dem alten Holzgebälk.
Und auch für dieses Jahr sind Pläne geschmiedet. Im März werden Studenten der
Bauhausuniversität das Gut vermessen und an der Chronik arbeiten. Workshops und
Kräuterkurse sollen Menschen nach Endschütz locken - ebenso wie die bewährten
Feste im April und Juli.
„Der Winter ist hart hier", weiß die Gutsherrin, der manchmal das Brennholz
ausgeht. „Ich freue mich auf den Frühling`, gesteht sie. Und schon jetzt kann
man die kommende Pracht auf dem Endschützer Gut erahnen - und die Arbeit fast
vergessen.

( Quelle OTZ 18-1-2005)
Rittergut vier Tage Heimstätte
für Kreativität und Zusammensein
Was Frauengruppe in Endschütz zum Thema „Metamorphose an Textilien“ in Szene
setzen – Für jedermann nun zu betrachten
Von Erika Baumann
Endschütz
„Metamorphose an Textilien“ heißt etwa trocken das Thema des Symposiums, das
acht Frauen aus Jena, Weimar und Weida seit Montag vereint. Doch die stilvolle
Atmosphäre des alten Endschützer Rittergutes und sein natürliches und
wunderschönes Umfeld sorgten für ein höchst lebendiges Symposium, das die kleine
Gruppe immer wieder kreativ inspirierte.
Das Arbeitstreffen, das am Montag begann und heute endet, war eine Veranstaltung
des Vereins „Kunst und Kultur im Rittergut“, seine liebenswürdige Gastgeberin
Hausherrin Susann Schmidt. Sie hatte die Idee für ein solches gemeinsames
Arbeiten, lud die Teilnehmer ein, allesamt in Beruf und Familie gestandene
Frauen von über 30 bis fast 70, die eine Leidenschaft vereint: der künstlerische
Umgang und die Beschäftigung vor allem mit Textilien und deren Wandel in der
Natur.
So wurde auf Leinwand gemalt, Stoffe mit Pflanzen gefärbt. genäht,
Installationen mit Stoffen gestaltet und es entstanden Collagen, für die
verschiedenste Materialien eingesetzt wurden und eine Symposie von Haus und
Natur darstellen. Und das alles an einem idyllischen, ruhigen Ort fernab vom
Stadtlärm und Familientrubel, an dem die Frauen ihre individuelle Kreativität
ausleben konnten, sich in ihrem Schaffen der Weite und dem Ursprünglichen der
Gebäude und der Natur inspirieren ließen und voneinander lernten. Die Gebäude
würden nicht „Totsaniert“ und gerade die ausgeübte Naturfloristik von Susann
Schmidt, deren Ideen überall im Rittergut und Gelände grüßen, reizten zur
künstlerischen Auseinandersetzung, lobte die Gruppe, Sabine Brodowsko,
freischaffende Künstlerin aus Jena, wartet mit drei Filzarbeiten auf. Bei ihrer
Arbeit mit Seife und Wolle will die Jenaer Textilgestalterin Marlies Mönning
sehen, wie sich die gefärbten Stoffe verändern, z.B. durch Sonne und Wind.
Pflanzen der Endschützer Umgebung wie u.a. die gelbblühenden Rapsflächen,
spielen bei der Collage von Textilgestalterin Gerlinde Corcek, Krippenerzieherin
in Jena, die die Rudolstädter Kunstakademie besuchte, befasste sich bei ihrer
Patchwork-Qilt-Arbeit mit Materialien wie Ästen und Draht, die sie am Rittergut
fand. Die weiße Fahne an der Heimatstube gestaltete die Jenaerin Bauingenieurin
Katrin Knape. „Augenblicke“ nennen sie ihr Werk und will beobachten, wie sich
Textilien und der verarbeitete Draht verändert. An Wandbildern in Acryl auf
Leinwand arbeitete Kunsterzieherin Rita Müller aus Jena, mit 68 Jahren noch
voller Inspiration und Kraft. Auch Susann Schmidt hat sie gemalt., „weil sie so
eine starke Frau ist“. Die Ingenieurin Uta Diener aus Weida hat Malen zu Ihrem
Hobby gemacht. Sie arbeitete u.a. an Zeichnungen in Rottönen, in denen sich auch
der Rittergut-Kamin wiederfindet.
Alle Arbeiten sind Schenkungen an das Rittergut, die jederzeit auch besichtigt
werden können. Auch zum Sommerfest am 10. und 11. Juni mit Handwerkermarkt,
Puppenspiel, alter Musik.

( Quelle OTZ 14.06.2005)
Rittergut erwacht aus Dornröschenschlaf
Auch zum Tag des offenen Denkmals geöffnet
Endschütz (OTZ/fi).
Buntes Markttreiben auf dem Gelände des Rittergutes Endschütz, eine
Kunstausstellung im Herrenhaus, Klaviermusik, Führungen durch den Herrlichen
Park und das Herrenhaus mit dem Kaminzimmer sind nur einige der vielfältigen
Programmangebote von Susann Schmidt, der Hausherrin vom Rittergut Endschütz, für
den Tag des offenen Denkmals am 11. September.
Da sind wie fast täglich alle Türen und Tore von 11 bis 18 Uhr weit geöffnet.
Aber auch schon tags zuvor, am Sonnabend, 10. September, ist von 13 bis 18 Uhr
Gelegenheit, ins bunte Treiben auf das Gelände mit Vierseitenhofcharakter
einzutauchen. Wer in der Vergangenheit das Rittergut mit seinem Wiesencafé und
dem angrenzenden lauschigen Mariental schon einmal kennen gelernt hat, wird
sicherlich staunen über die Veränderungen, die auf den ersten Blick kaum ins
Auge fallen. Das heißt, eine Neuerung ist schon bei der Annäherung ins
Herrenhaus auffällig: die neuen Fensterläden. Sie hat Thomas Schulze aus
Wünschendorf liebevoll restauriert. Frank Zerwenka, Maler aus Gera, hat als
Mitglied des Fördervereins seine handwerklichen Fertigkeiten bei der stilvollen
Sanierung des Hausflures im historischen Ambiente eingebracht. Überhaupt hält
sich Susann Schmidt mit ihrem Anteil, den sie geleistet hat, um das Rittergut
wieder zum Leben zu erwecken, sehr zurück. Sei es die Freilegung des Kamins oder
die Restaurierung der Wirtschaftsgebäude oder die Pflege des Gartens – Susann
Schmidt kann gar viele Namen all derer aufzählen, die das Rittergut aus dem
Dornröschenschlaf erwecken und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Das alte Rittergut Endschütz soll eine Stätte
der Begegnung werden
Susann Schmidt hat viel vor und hofft auf tatkräftige
Unterstützung
von Jürgen Kante
Endschütz
Nur noch eine Formalität muss erledigt werden, sagt Susann Schmidt, dann ist der
gemeinnützige Rittergut e.V. Endschütz auch amtlich in Papier und Tüten. Dann
hat die Ex-Geraerin wieder einen Schritt auf einem Weg geschafft, den sie vor
einem Jahr in Angriff nahm und dessen Ende heute noch gar nicht abzusehen ist:
aus dem alten Herrenhaus und zwei Nebengebäuden sowie drei der ehemals 150
Ritterguts-Hektar nicht nur ein Zuhause für sich
und die 16-jährige Tochter Anna-Maria zu machen. Sondern auch eine
Begegnungsstätte mit offenen Türen, mit Kunst und Kultur in geschäftsträchtigem
Gemäuer.
Es braucht eine Menge Fantasie, des zu DDR-Zeit als Fasanerie genutzten und seit
der Wende weitgehend leerstehenden Anwesens vorzustellen. Dabei hat die gelernte
Erzieherin die Autodidaktin mit ihrer Naturfloristik den Sprung in die
Selbstständigkeit wagte, dank Unterstützung der Nachbarn und guten Freunden
schon einiges in Ordnung gebracht. Hubert Birnstiel, gelernter Ofenbauer, sorgte
dafür, dass das verwahrloste Herrenhaus wieder zu beheizen ist. Wasseranschluss
gab´s erst auch nicht. Jetzt ist einiges behutsam rückgebaut („So alte Häuser
heben schließlich eine Seele“), die Zufahrt wurde mit Hilfe der Langenberger
Gärtnerei Hamm zur „Lindenstraße“...
Die muss ein bisschen verrückt sein, mag mancher gedacht haben. Vermutet Susann
Schmidt. Und ahnt auch Anfangsängste der Eingesessenen, nun könnten die Tore zu
gemacht, der Weg durch den Gutspark im Mariental versperrt werden. Ganz im
Gegenteil: Sie will Leben im Rittergut. Pferdestall und Wiese sind an den
Familienbetrieb Heinhold verpachtet. Eine Holzbauwerkstatt ist im Entstehen. Und
noch genug Platz für andere handwerklich begabte, aber auch wie sie idealistisch
veranlagte Mitstreiter und -bewohner.
Vor allem aber will Susann Schmidt auch die Endschützer selbst gewinnen, sich
für das einstige Zentrum ihrer Gemeinde zu interessieren und zu engagieren. Im
Juni wird es deshalb ein Sommerfest im Rittergut geben, zum Denkmaltag im Herbst
einen Tag der offenen Tür. Dafür kommen 500 Euro Kulturförderung vom Kreis für
den Ritterguts-Verein sehr recht, freut sich die „Gutsherrin“ und
Vereinsvorsitzende. In dieser Eigenschaft ist sie über Tel.: (036603) 7 14 37
oder direkt vor Ort für Mitmach-Willige oder Sponsoren jederzeit ansprechbar.

(Quelle OTZ 07.12.2005 )

Eine Oase im Alltagsgetriebe
Rittergut Endschütz mehr als ein Geheimtipp
Endschütz (OTZ/-um-). Als Geheimtipp durfte man bis vor kurzem das
Rittergut Endschütz noch bezeichnen. Spätestens seit dem Frühlingsfest
am vorigen Wochenende ist klar, dass das weitläufige Gelände mit dem ca.
130 Jahre alten Herrenhaus sich als Ausflugziel herumgesprochen und
seine Liebhaber gefunden hat. Den Alltag hinter sich zu lassen, in eine
andere Welt hineinzutauchen, diese Aussicht erfüllt sich im Endschützer
Kleinod. Das einmalige Ambiente des Rittergutes verfehlte einmal mehr
seine magische Anziehungskraft nicht. Röhrendetscher, Zaubereis,
Steinkleewein, Löwenzahnsalat – das sind kulinarische Spezialitäten, die
sonst wohl kaum auf einer Speisekarte zu finden sind. In der ländlichen
Idylle können die Besucher Handwerker und Künstler bei ihrer Arbeit
beobachten – die Malerin wie den Korbmacher. Und es gab allerlei
nostalgisch Anmutendes, wie Kernseife und hausgemachten Senf. Susann
Schmidt die Herrin vom Rittergut lebt seit vier Jahren als
selbstständige Floristin hier. Der Hof hat eine Seele, schwärmt sie und
streichelt diese Seele. „Ich habe nicht den Anspruch, fertig zu werden
mit dem Rittergut“, blickt sie auf die vielfältigen baulichen
Herausforderungen. Der Lehrstand war Gift für den Hof, sieht sie sich in
der Mission, Schadensbegrenzung zu betreiben. Es ist wohltuende
Behutsamkeit, die Susann Schmidt dem Rittergut angedeihen lässt – und
das so seine Identität bewahrt. Vor etwa 150 Jahren entstand das
Herrenhaus, ergaben die Erkundungen. Aus der gleichen Zeit stammt wohl
auch das Wirtschaftsgebäude. Mit Wald und Wiesen hatte das Rittergut
wahrscheinlich eine Größe von an die 160 Hektar. Nach dem zweiten
Weltkrieg fanden an Wochenenden Arbeitseinsätze statt, zu denen der
damalige Bürgermeister aufrief, um Teile des Rittergutes abzureißen… Das
alles vollendete sich nicht, so dass historische Substanz erhalten
geblieben ist, um Schritt für Schritt das Anwesen zu bewahren. Die
Besucher des Frühlingsfestes am Wochenende wussten es zu schätzen, ist
für viele doch das Rittergut zu einer Oase im Alltagsgetriebe geworden.

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